Die Erwartungshaltung vieler Händler beim Trading Binärer Optionen ist relativ einfach und – genau genommen – sogar nachvollziehbar angesichts der vielversprechenden Aussagen von Binaries-Brokern. Viele Anfänger rechnen damit, dass sie nicht viel mehr tun müssen, als ein Konto zu eröffnen, ein paar Basiswerte für eine bestimmte Handelsart auszuwählen und darauf zu warten, dass erste Renditen auf dem besagten Konto ankommen. Im Fall der einfachsten Handelsart, der sogenannten Call- und Put-Optionen, ist ein solches Vorgehen am Anfang oftmals sogar recht problemlos möglich. Bis auf die Gewinne, leider. Denn diese können zwar durchaus erreicht werden, ohne die geringsten Vorerfahrungen aber sind diese auch hier eher nicht konstant zu erwarten.

Neben der Wichtigkeit eines ausreichenden Fachwissens sollten Einsteiger beim Binärhandel vor allem der eigenen Psychologie und der des Finanzmarktes mit seinen verschiedenen Sparten und Facetten keine zu geringe Rolle beimessen. Die Problematik zeigt sich meist recht schnell, wenn Händler zu unbedarft ins Thema einsteigen und Risiken unterschätzen. Wie bei allen Handelsansätzen – vom Aktienhandel über das Forex- und CFD-Trading bis hin zum Traden mit Binären Optionen – lässt sich in der Analyse eine ganze Reihe psychologischer Kriterien und Faktoren erkennen, die am besten schon im Rahmen eines Binäre Optionen Broker Vergleichs berücksichtigt werden sollen. Die grundsätzliche Anwesenheit von Risiken und Gefahren kommt ebenfalls zum Tragen.

Erfolg mit Binären Optionen - Welche Rolle spielt die Psychologie?

Die Aussage "Diese psychologischen Faktoren spielen beim Binärhandel eine Rolle" ist komplexer, als es sich viele Händler zunächst vielleicht vorstellen können. Denn tatsächlich existieren in jeder Situation Einflüsse, welche auf die Psyche der Händler und damit auf ihre Entscheidungen einwirken.

Daran ändert auch der einfache Zugang zum Markt über die Handelsplattform eines Brokers, der sich auf das Binaries-Trading spezialisiert hat, nichts. Genauer: Gerade hier ist die Psychologie von Bedeutung, da die Laufzeiten von Optionen oft nur im Bereich von Sekunden oder Minuten liegen. Hier läuft mancher Trader zumindest gelegentlich Gefahr, falsche und vorschnelle Entscheidungen zu treffen, die später (bei Turbo-Optionen leider sogar zeitnah) mehr oder weniger hohe Verluste nach sich ziehen können.

Gerade, weil Neukunden nicht viel mehr tun müssen, als ein Konto zu eröffnen, ihre Identität nachzuweisen und eine Ersteinlage zu leisten, sollten sich Trader immer wieder die psychologischen Faktoren beim Binärhandel bewusstmachen. So kann geprüft werden, ob man vielleicht eine unpassende Richtung eingeschlagen oder zu sehr aus dem Bauch heraus entschieden hat.

An dieser Stelle sei nochmals auf eine zentrale Unterscheidung verwiesen:

  • Es gibt psychologische Faktoren, die den einzelnen Händler betreffen
  • Andere Faktoren wirken sich über die Gesamtheit der Trader auf die Märkte selbst aus

Eindeutig erkennbar ist beim Blick auf diese differenzierte Betrachtung, dass beide Bereiche von Wechselwirkungen geprägt sind. Dies liegt zu einem keineswegs geringen Teil daran, dass Händler über die Trendfolgestrategie einen Beitrag zur fortgesetzten Ausprägung eben dieser Trends erbringen. Dabei müssen nicht einmal für jeden Trend Argumente existieren.

Nachrichtenlage beeinflusst die Psychologie der Händler ebenfalls

Die aktuellen Marktnachrichten sprechen mitunter eine andere Sprache, als es die Trading-Entscheidungen der Anleger vermuten lassen. Nichtsdestotrotz kommt es durch diese Verhaltensweise natürlich auch zu Kursentwicklungen am Markt. Aus psychologischer Sicht spricht für den Binärhandel, dass Neukunden in aller Regel nur wenig Kapital aufbringen müssen, um rentabel zu spekulieren. Ein paar hundert Euro und die Kontoeröffnung samt Einstieg ins aktive Trading ist gesichert. Auch die geringen Mindesteinsätze (vielfach schon ab 10,00 Euro oder gar weniger pro Trade), die bei der Mehrheit der Binäre Optionen Broker verlangt werden, wirken sich auf die Psyche potentieller Trader aus.

Die Wirkung von Verlusten ist weniger dramatisch als beispielsweise beim Aktienhandel, wo nach Kurseinbrüchen bei größeren Beständen im Wertpapierdepot schnell Summen verloren gehen, die beim Binärhandel gerade mal als Startkapital benötigt werden.

Mit steigenden Rendite-Zielen wächst die psychische Belastung

Auf die Liste der psychologischen Faktoren, die beim Binärhandel eine Rolle spielen, gehören darüber hinaus selbstverständlich Aussagen zu erwartbaren Verlusten auf der einen und realisierbaren Gewinnen auf der anderen Seite. Händler werden nicht mit der von vielen Forex- und CFD-Brokern bekannten Nachschusspflicht konfrontiert. Stattdessen wissen sie exakt, welcher prozentuale Gewinn oder Verlust bei den einzelnen Positionen entstehen kann. Und Erträge von bis zu 80 Prozent oder noch mehr sind durchaus verlockende Argumente, die ihrerseits ein mehr als guter psychologischer Anreiz sind. Zumal es bei den teils noch geringeren Mindesteinsätzen im einstelligen Eurobereich fast so ist, als spekuliere man nur mit Spielgeld. Dem aber ist nicht so, wie der Blick auf den Kontostand zeigt.

Ebenso stellen die hohen Maximalrenditen ein erhebliches Risiko dar, da mancher Händler bei derlei Aussichten natürlich gerne höhere Risiken eingeht, als es angesichts der Erfahrungen und finanziellen Mittel sinnvoll wäre. Einer der Hauptaspekte ist hier der Spaßfaktor beim Trading – gerade bei kurzen Laufzeiten mit idealerweise schneller Gewinnmitnahme. Spätestens aber beim High-Yield-Modus, der je nach Broker 500 Prozent Rendite oder noch mehr einbringen kann, sind die "Spaßgrenzen" für normale Trader endgültig erreicht.

Pausen sind für Händler wichtig, um engagiert zu bleiben

Um zu verstehen, welche psychologischen Faktoren beim Binärhandel eine Rolle spielen, sollten Trader und solche, die es werden möchten, aber vor allem die negativen Seiten zur Kenntnis nehmen.

Empfehlung von Experten → nach größeren oder mehreren Verlust-Trader Pausen einlegen!

Dass Binäre Optionen auch ohne umfangreiches Hintergrundwissen gehandelt werden können, bedeutet nicht, dass Laien einen Einstieg ohne Vorbereitung in Angriff nehmen sollten.

Der Binärhandel sollte – wie jede Aktivität am Finanzmarkt – mit einem gesunden Mix aus Emotion bzw. Bauchgefühl und Sachverstand aufgenommen werden. Anleger, die sich nur allzu gerne zu unüberlegten Entscheidungen hinreißen lassen, sollten sich diese Tatsache immer wieder in Erinnerung rufen und Abstand von einem solchen Verhalten nehmen. Ganz im Sinne der Gewinn-Verlust-Rechnung, die regelmäßig aufgestellt werden muss.

Offensichtliche und unterschwellige Einflussfaktoren auf die Psyche beim Trading

Deutlich wird bei der Formulierung eines Ratgebers mit der Überschrift "Diese psychologischen Faktoren spielen beim Binärhandel eine Rolle", dass manche Faktoren auf der Hand liegen, während andere erst auf den zweiten Blick deutlich werden. Spuren hinterlassen aber auch die versteckten Einflüsse am Markt und im Prozess der Entscheidungsfindung auf Seiten der Trader.

Deshalb gilt die goldene Regel: Je mehr ich als Händler über die Psychologie der Märkte weiß, desto eher kann ich verhindern, dass ich zum Opfer meiner eigenen Gefühle und falscher Abwägungen werde!

Mögliche Faktoren psychologischer Art sind:

  • der Wunsch, immer und überall an allen Trends partizipieren zu wollen
  • Mancher Händler neigt dazu, sich und seine Fähigkeiten zu überschätzen
  • Angst – gerade nach einer Reihe von Verlusten – ist ein schlechter Berater
  • zu viel (auf einmal) zu wollen, steigert das Trading-Risiko massiv
  • Trader vergessen, sinnvolle Zeitrahmen abzustecken

Selbst professionelle Händler Binärer Optionen wissen, dass sie nicht rund um die Uhr erfolgreich sein können. Wer zu aktiv ist, nimmt zu eigenen Lasten in Kauf, bereits realisierte Gewinne zeitnah wieder zu verlieren.

Erst überlegen, dann an die Planung neuer Trades gehen

Kurzschlussreaktionen rächen sich psychologisch und damit finanziell fast immer. Auf der anderen Seite sollten Händler nach einigen Verlusten besser nicht den Versuch unternehmen, durch deutlich höhere Risikobereitschaft und drastische Anhebungen der Einsätze, das Minus umgehend wieder auszugleichen. Solche Entschlüsse führen vielfach eher zu weiteren Verlusten. Die Freude am Binärhandel bleibt dabei fast immer auf der Strecke. Vor allem der Faktor Selbstüberschätzung darf niemals außer Acht gelassen werden. Einschätzungen der Art "ich habe auch ohne eingehende Ausbildung Renditen erreicht, weshalb also sollte ich Zeit für die Fortbildung verschwenden?" werden meist recht schnell abgestraft.

Nicht ohne Grund nutzen auch Profi-Trader Ausbildungsangebote wie Webinare oder Video-Tutorials, um ihren Horizont regelmäßig zu erweitern.

Im Falle eines Broker-Wechsel bedeutet dies des Weiteren:

→ Nutzen Sie verfügbare Demokonten, um alle Eigenheiten neuer Broker kennenzulernen!

Handelsarten funktionieren teilweise unterschiedlich bei verschiedenen Binäre Optionen Brokern. Demokonten sind für die Psyche insofern vorteilhaft, weil Trader auf Nummer sicher gehen, dass sie wirklich verstanden haben, wie welche Basiswerte und Orderarten eingesetzt werden können! Selbstredend muss das Demokonto dieselben Funktionen und Ausstattungsmerkmale wie das Echtgeldkonto garantieren, auch eine Kursstellung in Echtzeit sollte selbstverständlich sein.

Over-Trading als Gefahr auch für fortgeschrittene Händler

Ein weiterer psychologischer Faktor beim Trading Binärer Optionen, der zum Nachteil für die Kontonutzer werden kann, ist der Wunsch, ausnahmslos alle Chancen der Märkte wahrzunehmen. Selbst wenn Broker-Plattformen Zugang zu wirklich allen wichtigen Handelsplätzen weltweit zusichern und mittels Mobile Trading von jedem Ort aus getradet werden kann: Alle Möglichkeiten können einfach nicht parallel ausgeschöpft werden. Besser ist es, sich auf die individuell geeigneten Bereiche zu beschränken und dort dafür so professionell wie möglich vorzugehen.

Auch sollten Einsteiger davon absehen, ständig neues Geld aufs Handelskonto zu überweisen. Auch wenn es für ambitionierte Händler natürlich richtig ist, den Spielraum schrittweise zu erweitern. Zu hohe Summen sollten schon deshalb nicht eingezahlt werden, weil im Falle eines Broker-Wechsels umso höhere Auszahlungsentgelte fällig werden. Denn diese reduzieren unterm Strich auch bereits verbuchte Renditen auf dem Händlerkonto.

Angst und Gier - zwei schlechte Ratgeber

Die Faktoren Angst und Übereifer bzw. Gier können im Prinzip als psychologische Faktoren zusammengefasst werden, da sie in gewisser Weise zwei Seiten einer Medaille sind. Weder zu hohe Gewinnvorstellungen noch ängstliches Verhalten hinsichtlich drohender Verluste sind gute Berater im Alltag eines Traders. Dabei soll eines nicht missverstanden sein: Angst ist nicht generell schlecht, auch sollten Händler durchaus gelegentlich die Risikobereitschaft erhöhen. Nichtsdestotrotz sind ein zu hohes Maß an Gier und übersteigerte Angst wenig sinnvoll, da sie zu hohe Verluste oder eine falsche Rücksicht nach sich ziehen können.

Habe ich als Broker-Kunde schon im Moment der Transaktions-Planung die Sorge, dass ein Verlust eine zu gravierende Belastung des Budgets darstellen wird, spricht dies generell gegen die Ausführung der gewünschten Order. Nicht nur Anfänger sollten lieber auf eine Schritt-für-Schritt-Rendite setzen, als mit wenigen Einzeltrades auf einen Schlag enorme Gewinne anzustreben. Dies ist gerade aus Gründen der Risikostreuung (Diversifikation) dringend angeraten!

Jeder Händler kann und wird Verluste realisieren

Geduld ist des Weiteren in Momenten gefragt, in denen der Kurs während der Laufzeit überraschende Entwicklungen entgegen der Erwartung aufweist. Solche Veränderungen müssen Händler aushalten können, ohne den Kopf zu verlieren. Extras wie das vorzeitige Schließen von Binären Optionen per "Early Closure" sind sinnvoll, sollten aber nicht vorschnell verwendet werden. Denn der volle Einsatz wird niemals zurückgezahlt werden, zumal auch Gewinne in solchen Situationen nicht den vorherigen Zielen entsprechen. Die psychologischen Faktoren beim Binärhandel zu kennen, ist bereits der erste wichtige Schritt in Richtung eines passenden Verhältnisses aus Risiken und Chancen.

Trotz aller positiven Erwartungen sollten Händler im Kopf behalten: Einige Märkte wie der Sektor rund um den Handel mit Währungspaaren sind mehr volatil als andere Marktbereiche. Statt davon auszugehen, dass Verluste immer nur andere Broker-Kunden treffen, muss jeder Händler damit rechnen, ebenfalls hin und wieder Optionen zu handeln, die aus dem Geld enden.

Psychologische Komponenten und der Markt

Umgehen können Händler viele der genannten psychologischen Faktoren, indem sie auf die Chartanalyse und Handelssysteme samt technischer Handelsindikatoren vertrauen. Emotionen bleiben in diesem Fall weitgehend außen vor. Was zählt, sind Fakten. Und natürlich sollten Kunden auf das Konto beim Broker zur eigenen Sicherheit immer nur Geld einzahlen, dessen Verlust niemals zu einem ernsten wirtschaftlichen Dilemma für die Haushaltskasse führt. Alles andere müssen die Zeit und die nach und nach wachsende Erfahrung mit dem Binärhandel bringen. Immer im Kombination mit einem auf die persönliche Lage abgestimmten Risikomanagement. Und genaues Risiko-, aber auch Kapitalmanagement sollte ebenfalls immer wieder hinterfragt werden. Denn Ziele und individuelle Möglichkeiten können sich von Zeit zu Zeit verändern. Wer die eigene Psychologie solchen Phasen genau versteht, kann zeitnah auf die Veränderungen reagieren und Anpassungen vornehmen.

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