Gut geplante Trades sind im Binärhandel auf den ersten Blick der effizienteste Weg, um sich dem erhofften hohen Gewinne zu nähern. Hierfür benötigen Händler in erster Linie eines: Erfahrung mit dem Trading Binärer Optionen. Hintergrundwissen zur Funktion des Handelsmodells, das hinter den digitalen Optionen steckt, ist damit ohne Wenn und Aber die zentrale Basis für Anfänger. Jedoch wird im aktiven Handel leider oft sehr rasch deutlich, dass selbst bei der besten Organisation und sehr genauer Vorbereitung der Orders hin und wieder Verluste auftreten werden.

Zwei Instrumente, um die eigenen Optionen zu optimieren

Nun sagt mancher Experte an dieser Stelle: Ein gelegentliches Minus müssen Trader in der Lage sein hinzunehmen. So sollten sich Händler also schon früh ein dickes Fell zulegen, um derlei Momente mit Ruhe und Gelassenheit aushalten zu können. Wer dies aber nicht kann (oder aus naheliegenden Gründen natürlich auch nicht will), hat aber sehr wohl Mittel und Wege. Die Orderzusätze Stop Loss & Take Profit gehören zu den bekanntesten und effektivsten Instrumenten für die Risikobegrenzung im Leben eines Traders. Geschickt genutzt, haben Händler mit diesen Extras auf den Handelsplattformen der Binäre Optionen Broker gute Chancen, Verluste zu begrenzen und – dies liegt manchem risikofreudigen Broker-Kunden noch mehr am Herzen – Gewinne zu schützen.

Gutes Mittel, wenn massive Schwankungen der Kurse drohen

Letzteres ist logischerweise immer dann sinnvoll, wenn sich die Kurse während der Laufzeit einer Binären Option bereits wie erhofft entwickelt haben, zum Ende der Laufzeit aber in eine Richtung zu kippen drohen. Solche Szenarien gibt es im Trader-Leben (leider) immer wieder – gerade in sehr volatilen Märkten wie dem Devisenmarkt oder dem Rohstoffbereich. Zum Leidwesen der Einsteiger, die mit den Mühen einer Risikobegrenzung zu kämpfen haben am Anfang ihrer Laufbahn. Dabei haben natürlich in Phasen massiver Kursveränderungen auch fortgeschrittene und professionelle Trader durchaus mit Problemen zu tun, um ihre Risiken so gut es zu begrenzen.

Die Begriffe Take Profit und Stop Loss beinhalten ihrer Namensgebung entsprechend bereits die wesentlichen Informationen. Kurzum es geht um eines der beiden folgenden Ziele:

  • das Begrenzen von Verlusten
  • die Mitnahme bereits erreichter Gewinne

Take Profit – einfach nebenher Gewinne mitnehmen?

Die Funktion "Take Profit" wird branchenintern gerne als "TP" abgekürzt, der Stop Loss hingegen als "SL" oder ähnlich. Beim Take Profit Orderzusatz geht es darum, dass Händler im ersten Schritt ein bestimmtes Niveau für den Kurs ansetzen. Ist dieses Level während der Optionslaufzeit erreicht, kommt es zur Ausführung eines Verkaufs der Optionen, für die der Orderzusatz gebucht wurde. Die Ausführung erfolgt in diesem Fall also automatisch, sodass Broker-Kunden selbst nicht aktiv werden müssen. Automatisches Trading dieser Art bedeutet allerdings nicht, dass nicht eventuell auch andere Order-Extras wie "Early Closure" oder "Roll Over" manuell genutzt werden können, um Einfluss auf Trades zu nehmen, falls die Kurse wider Erwarten deutlich steigen oder Händler statt laufender Optionen lieber anderweitig Chancen wahrnehmen möchten.

Auf der anderen Seite sind hohe Gewinne durch den Orderzusatz möglich, Garantien erhalten Trader aber nie. Ein Grund für geringere oder gänzlich ausbleibende Renditen sind zeitversetzte Ausführungen zu anderen Marktpreisen, die weiter unten noch eingehender im Kontext der Stop Loss-Orders erläutert werden. Letzten Endes ist das Format "Early Closure" beim Binärhandel nichts anderes als das, was gerade CFD- und Devisenhändler von den Plattformen ihrer Broker bereits als Take Profit kennen. Ihrer Form nach weisen die Orderzusätze Stop Loss und Take Profit durchaus gewisse Ähnlichkeiten auf, dennoch unterscheiden sie sich in weiten Teilen recht deutlich voneinander.

Bereits erreichte Gewinnzonen absichern

Erkennen werden wir im weiteren Verlauf, dass Stop Loss-Orders im Einzelfall eher auf einen Kauf abzielen, als es im Rahmen der Order-Planung zunächst vorgesehen war. Der Anstieg eines Basiswert-Kurses hingegen ist in aller Regel hier wie dort der Auslöser für die Ausführung. Dies bedeutet für Trader, dass sie sich vielleicht nicht auf alle, aber doch auf viele Momente am Markt vorbereiten können, um ihren Kontostand im Griff zu behalten. Springen dabei auch noch frühzeitig erste Gewinne heraus, ist dies ohne Frage umso besser. Take Profit Orderzusätze dienen also einer Gewinnmitnahme, nicht der Verlustbegrenzung, wie es bei Stop Loss Orders der Fall ist. Hintergrund ist dabei, dass Marktteilnehmer eine Absicherung einrichten, um zumindest einen ersten realisierten Gewinn nicht wieder einbüßen zu müssen, wenn die Binären Optionen ab diesem Zeitpunkt wieder in eine Richtung verlaufen.

Wie bei allen Handelsarten und Order-Extras müssen Trader selbstredend erst einmal eine Vorstellung davon erhalten, wie die Kursmarken für den Stop Loss und den Take Profit in richtiger und sinnvollerweise Weise gesetzt werden. Es zeigt sich: Ein wenig Erfahrung braucht es schon, um angemessen planen zu können.

Verzicht auf Orderzusatz-Nutzung erhöht das Risiko beim Trading

Händler tun gut daran, bereits im Binäre Optionen Broker Vergleich auf die Orderzusätze Stop-Loss und Take-Profit als Trading-Schutz zu achten. Denn diese – nach Aussagen manches engagierten Händlers regelrecht revolutionären – Extras können noch immer nicht bei allen Brokern verwendet werden. Schlicht, weil nicht jeder Broker Möglichkeiten zur Einflussnahme im Portfolio hat, weshalb Trader vielerorts bei jeder neuen digitalen Option sehr präzise vorgehen müssen. Befassen müssen sich Broker-Kunden des Weiteren mit der Frage, unter welchen zeitlichen Bedingungen Stop Loss- und Take Profit-Angebote genutzt werden können.

Denn → Extras sind oft nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt einsetzbar!

Zwar wäre der Absicherungsmechanismus in ausnahmslos jeder Phase gut geeignet für die Beeinflussung der Trades. Jedoch greifen Restriktionen gerade beim Kurzfristhandel und umso mehr im Bereich der Turbo-Optionen, die jedoch nur schwerlich mit den Orderzusätzen StopLoss / TakeProfit kombiniert werden können. So können Händler bei Laufzeiten von einigen Minuten meist nur sehr begrenzt Extras eingerichtet werden. Aus offensichtlichen Gründen.

Welche Rolle spielen Broker selbst beim Binaries-Handel?

Binäroptionen Broker sind in der Regel sog. Market Maker und agieren daher vielfach als "Gegenspieler" zu ihren Kunden, weshalb sie ein Interesse daran haben, dass Händler regelmäßig Verluste realisieren. Aus Händlersicht wäre es ein Traum, noch bis einige Minuten vor dem geplanten Auslaufen bei schlechter Kursentwicklung reagieren zu können, indem ein vorzeitiger Verkauf vorgenommen wird, denn ein geringerer Gewinn ist immer noch besser als gar keiner. Andersherum nimmt man mit Blick auf einen Stop Loss-Einsatz lieber einen niedrigen als einen wirklich schmerzlichen Verlust in Kauf. Bis wann die Orderzusätze Stop Loss und Take Profit eingesetzt werden können, teilen seriöse Broker spätestens auf Nachfragen beim Support mit. Generell hat die schrittweise Einführung von Möglichkeiten der Verlustbegrenzung und Gewinnmitnahme bei Binaries-Brokern mehr Flexibilität geschaffen.

Beide Orderzusätze sind bei genauer Betrachtung so etwas wie die Weiterentwicklung des vorzeitigen Schließens, wie es bei manchem Anbieter schon vor der Einführung gang und gäbe war als mögliches Extra fürs Trading binärer Optionen.

Vor Augen führen müssen sich Händler dabei immer wieder, dass diese Orderzusätze nicht bedeuten, dass auf eine auf die persönlichen Möglichkeiten abgestimmte Binäre Optionen Strategie verzichtet werden kann. Auch helfen beide Zusätze wenig, wenn Trader phasenweise oder dauerhaft mit ernsten Problemen bezüglich ihrer Liquidität hadern. Denn in solchen Fällen sind Orderausführungen je nach Höhe der Mindesteinsätze schlichtweg nicht praktikabel. Auch variiert die Qualität der Take Profit- und Stop Loss-Funktionen von Broker zu Broker. Anbieter, die sich durch eine Binäre Optionen Regulierung durch staatliche Aufsichtsbehörden auszeichnen, erweisen sich diesbezüglich in den allermeisten Fällen als gute und seriöse Partner.

Ausführung der Orders muss dennoch in Echtzeit erfolgen

Schlechte Plattformen bergen in diesem Zusammenhang rund um die Orderzusätze Stop Loss und Take Profit das Risiko, dass die Aufträge in hektischen Phasen oder aufgrund einer zu langsamen Ausführung übersprungen werden. Die Folge: Unerwartet hohe Verlust, die Budgets massiv belasten können. Deshalb sollten Händler stets darauf achten, einen ausreichend liquiden Binaries-Broker auszuwählen, dessen Handelsoberfläche eine rasche Ausführung garantiert. Der Begriff "Realtime" begegnet Händlern also nicht nur, wenn Ratgeber auf das Thema Kursstellung zu sprechen kommen. Nur wenn Transaktionen direkt und wie gewünscht umgesetzt werden, kann sichergestellt werden, dass Trades in der gewünschten Weise auch wie installiert auf den Weg gebracht werden.

Richtig eingesetzt, können Binäre Optionen Trader tatsächlich Bedingungen erreichen, wie sie diese eventuell schon vom erwähnten Forex- und CFD-Trading kennen. Nur ohne den dort üblichen Handel mit Hebelwirkung. Doch auf eben diesen verzichten Binäroptionen-Trader normalerweise ebenso bewusst wie gezielt.

Marktpreise entsprechen nicht immer dem Wunschpreis der Händler

Stop Loss-Limits an sich sind ein optionaler Zusatz zu einer Order, mit dem Händler den Zweck verfolgen können, vor allem im Falle von Kursverlusten ein grenzenloses Minus auf dem Handelskonto einzugrenzen. Nun muss dazu aber gesagt werden: Auf null lässt sich das Verlustrisiko niemals senken, schon allein deshalb nicht, weil Broker an Verlusten ihrer Kunden mitverdienen. Trader geben mit Limit-Orders dementsprechend stets "nur" eine Art Zielpreis für die Ausführung ihrer Transaktionen vor. Es ist jedoch nicht gesagt, dass keinerlei Abweichungen von diesem Ausführungspreis nach unten infrage kommen.

Dies liegt daran, dass Verkaufsaufträge über die Plattformen bei Erreichen der Schwelle für die Orderausführung jeweils zu dem Marktpreis ausgeführt werden, der als nächstes verfügbar ist. Dies bedeutet in Zeiten sehr dramatischer Kurseinbrüche, dass der einzelne Verkaufsauftrag durchaus auch bereits zu einem Preis ausgelöst wird, der bereits drastisch unterhalb des installierten Limits angesiedelt ist. Ein gewisses Restrisiko also bleibt in jedem Fall erhalten, mit dem sich Händler abfinden müssen. Den bestmöglichen Nutzen bzw. Schutz einer Stop Loss Order erreichen Trader also nur, wenn der Kurs nicht schon allzu weit vom angestrebten Limit entfernt liegt. Im gegenteiligen Fall – wenn also das eingerichtete Limit durchbrochen und die Order ausgelöst wurde, aber der Preis wieder steigt – kann es dazu kommen, dass die Ausführung zum Leidwesen des Händlers zum Tiefstpreis des Basiswertes abgewickelt wird.

Ärgerlich für Trader, da schon kurze Zeit später eventuell wieder geringere Verluste entstanden wären. Mit diesem Schicksal müssen sich Broker-Kunden also abfinden. Den Nutzen von Stop Loss-Orders aber schmälert ein solches Worst-Case-Szenario ohnehin nur bedingt.

Lieber ein kleinerer Gewinn als gar kein Plus auf dem Handelskonto

Im Falle der Take Profit Funktion sind selbstredend ebenso Situationen denkbar, in denen Orders zu einem Preis ausgeführt werden, der noch nicht das Ende der sprichwörtlichen Fahnenstange wäre, sodass nicht der potentielle Maximalgewinn erreicht wird. Dennoch ist die Chance zur Gewinnmitnahme während der Laufzeit statt des Abwartens bis zum geplanten Verfallszeitpunkt interessant, um das Risiko unerwarteter Kursschwankungen zu begrenzen. Selbst wenn eine Option im Gewinnfall 80 Prozent und bei Take Profit-Planung möglicherweise "nur" 50 Prozent Rendite einbringen würde – 50 Prozent sind immer noch besser als kein Gewinn, falls Kurse dramatisch fallen, sodass im schlimmsten Fall kurzfristig der gesamte Einsatz verloren ginge.

Bedenken müssen Trader, dass sie die dargestellten Optionen zur Gewinnmitnahme und Verlustbegrenzung in aller Regel einzig und allein bei Optionen der Art "High/Low" bzw. "Hoch/Tief" oder "Call/Put", also dem Klassiker unter den Binären Optionen für sich arbeiten lassen können. Bedenkt man diesbezüglich aber, dass die Mehrheit der Trader nicht nur am Karriere-Anfang sowieso am liebsten auf diese Orderart vertraut, spricht nichts gegen den Einsatz der Order-Zusätze. Im Falle des Kurzfristhandels mit Laufzeiten im Bereich von 30 Sekunden bis zu wenigen Minuten sind die Zusätze entweder ausgeschlossen oder schlicht wenig sinnvoll.

Einfluss der Orderzusätze auf die eigene Trading-Psychologie

Trader können durch das Einrichten von Stop Loss- und Take Profit-Levels insbesondere ihrer eigenen Psychologie ein Schnippchen schlagen und dafür Sorge tragen, dass weder die Angst noch der Übermut Überhand gewinnen. Auch können Kunden von Binäre Optionen Brokern, die Stop Loss und Take Profit für ihre Handelsplattformen zulassen auf diesem Wege zumindest teilweise ins Automatik-Trading einsteigen und ihren zeitlichen Spielraum erweitern. Denn so können sie katastrophale Verluste meist selbst dann vermeiden, wenn sie nicht ständig Zeit für den Handel aufbringen können. Gerade am so volatilen Forex-Markt sind Stop Loss und Take Profit als Trading-Schutz aus gutem Grund beliebt. Die Auswirkungen aktueller Nachrichten und unvorhersehbare Ereignisse sind hier oft so akut, dass eine manuelle Einflussnahme auf Positionen schwer fällt. Doch genau dieser Devisenmarkt ist oft für Daytrading-Anhänger von Interesse, um binnen eines Handelstags gute Renditen zu realisieren.

Garantien für optimale Options-Ausgänge gibt es nie – dennoch können Verluste reduziert und Gewinne stabilisiert werden, was Händlern immer auch ein wenig Platz zum Erholen bietet, um einen klaren Kopf zu bekommen. Und genau dies braucht es, um zukünftige Trades in aller Ruhe planen zu können.

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